Wirecard (WDI)

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Warrant
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door Warrant »

WDI gaat een onafhankelijke audit laten doen door KPMG, goed nieuws. Kans lijkt me toch klein op een groot schandaal hier, EY heeft trouwens ook afgetekend op de jaarrekening van 2018 na al die beschuldigingen van FT dus die zullen ook al extra procedures hebben gedaan.
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sjos
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door sjos »

Im Rahmen der 9-Monats-Bilanz hat sich Wirecard am Mittwoch auch zur laufenden Sonderprüfung durch KPMG geäußert. Diese soll die Bilanz-Vorwürfe der Financial Times ein für alle Mal entkräften. Doch bis Ergebnisse vorliegen, müssen sich die Anleger noch einige Zeit gedulden.
Laut der Quartalsmitteilung und den Aussagen des Vorstands bei der anschließenden Analystenkonferenz sollen die Ergebnisse der Untersuchung gegen Ende des ersten Quartals – also Ende März 2020 – vorliegen.
„Der Untersuchungsumfang umfasst neben den Vorwürfen der ‚Financial Times‘ u.a. auch die behaupteten Sachverhalte des Geschäfts mit Acquiring-Partnern (Drittgeschäft) sowie das Geschäftsfeld ‚Merchant Cash Advance‘“, heißt es dazu im Quartalsbericht.
Das Management glaube, dass die Prüfung das Thema „wirklich zu einem Ende bringt“, so Braun am Mittwoch. Er geht fest davon aus, dass die Sonderprüfung die Korrektheit aller in den Unternehmensberichten von 2016 bis 2018 verbuchten Kundenbeziehungen und die Umsatzerfassung belegt.
Leerverkäufer rüsten auf

Zahlreiche Investoren gehen aber davon aus, dass es für die Wirecard-Aktie zunächst noch weiter bergab geht – etwa im Zuge weiterer Negativ-Schlagzeilen über den Zahlungsabwickler.
Darauf deutet jedenfalls der rasante Anstieg der Short-Quote bei Wirecard in den vergangenen Wochen hin. Diese sei in den vier Wochen zum 1. November um beachtliche 169 Prozent auf 15,8 Prozent gestiegen, meldete die Börsenzeitung am Dienstag unter Verweis auf Daten von IHS Markit.
Absturz oder Short-Squeeze?

Die Angst vor weiteren Angriffen der Financial Times treibt nicht nur die Short-Quote in die Höhe, sondern steht auch einer weiteren Erholung des Kurses bislang im Weg. Nach spürbaren Gewinnen zu Wochenbeginn ist die Aktie am Mittwoch trotz guter Quartalszahlen und überwiegend positiver Analystenkommentare erneut ins Minus gerutscht und bleibt auch am Donnerstag unter Druck.
Andererseits: Sollte der Aktie dennoch eine spürbare Erholung gelingen, dürften einige Leerverkäufer schnell kalte Füße bekommen – und ein möglicher Short-Squeeze könnte die Aufwärtsbewegung zusätzlich befeuern.
Aktuell sind bei Wirecard viele Fragen offen. Die laufende Bilanz-Sonderprüfung durch KPMG ist nach Einschätzung des AKTIONÄR daher ein guter Weg, um im Idealfall die wiederkehrenden Zweifel entkräften und in Zukunft vor weiteren Angriffen schützen. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt die Wirecard-Aktie allerdings ein heißes Eisen.

bron: Der Aktionär
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sjos
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door sjos »

Der wegen seiner Bilanzierungspraktiken in der Kritik stehende Zahlungsdienstleister Wirecard muss sich gegen weitere negative Berichterstattung verteidigen.

Die Singapur-Tochter des DAX-Konzerns hat für das Jahr 2017 kein eigenes Testat von Wirtschaftsprüfern erhalten, wie das Unternehmen am Mittwoch Informationen aus einem Bericht des "Handelsblatts" vom
Der Konzern führte das auf dort laufende Ermittlungen rund um bereits früher im Jahr bekanntgewordene Bilanzierungsprobleme zurück, weswegen Dokumente nicht für die Wirtschaftsprüfer zugänglich gewesen seien. Für den testierten Konzernabschluss insgesamt sei das aber irrelevant.

"Aufgrund der Einschränkungen durch die Ermittlungen (und nicht wie fälschlich in dem Artikel suggeriert durch Unregelmäßigkeiten) in Singapur waren Dokumente teilweise nicht zugänglich, sodass sich der lokale Prüfer auf Basis geltendem lokalen Rechnungslegungsstandard kein abschließendes Prüfungsurteil bilden konnte", teilte Wirecard am Mittwoch mit.
"Für die Wirecard-Gruppe ist der Konzernabschluss nach IFRS maßgebend. Dieser wurde für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 von Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und uneingeschränkt testiert", hieß es weiter. Die Einschränkungen der Einzelprüfung in Singapur seien für die Prüfung des Konzernabschlusses nicht relevant. Sämtliche Veröffentlichungspflichten seien ordnungsgemäß eingehalten worden.
Das "Handelsblatt" hatte zuvor unter Berufung auf Dokumente im Register der Finanzaufsicht Acra in Singapur berichtet. Die Prüfer schrieben dem Blatt zufolge zu dem Einzelabschluss in Singapur 2017: "Wir können weder die Angemessenheit, Vollständigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses feststellen, noch können wir den Umfang möglicher Anpassungen abschätzen, die (...) erforderlich sein könnten." Auch die Prüfer hätten auf fehlende Dokumente verwiesen, weil die Untersuchungen der Finanzaufsicht CAD zu Bilanzfälschungsvorwürfen andauerten. Zudem hätten sie "keine ausreichenden Erklärung für bestimmte Buchhaltungsunterlagen und Transaktionen erhalten".
Wirecard steht seit geraumer Zeit unter Beschuss, vor allem die britische "Financial Times" ("FT") veröffentlicht rund um das Unternehmen aus Aschheim bei München seit längerem kritische Berichte. Ende Januar sorgte ein Artikel zu Unregelmäßigkeiten und möglichen Scheinbuchungen in Singapur dafür, dass der Aktienkurs binnen gut einer Woche um fast die Hälfte abstürzte. Wirecard musste nach der Prüfung durch eine beauftragte Anwaltskanzlei kleinere Buchungsfehler wegen "Qualitätsmängeln" einräumen, sah sich aber vom Vorwurf systematischer Falschbuchungen entlastet.
Dennoch könnten sich in Singapur Mitarbeiter strafbar gemacht haben, die Behörden im Land ermitteln noch. In Deutschland gehen die Staatsanwaltschaft München und die Finanzaufsicht Bafin dem Verdacht nach, dass Wirecard einer von Spekulanten orchestrierten Aktion zum Opfer gefallen sein könnte, mit der sogenannte Leerverkäufer an sinkenden Aktienkursen verdienen wollen - wie es auch schon in der Vergangenheit der Fall war. Nach Ansicht des Unternehmens könnten Verantwortliche der "FT" mit den Shortsellern unter einer Decke stecken, Wirecard geht rechtlich gegen die Zeitung vor. Diese wiederum sieht sich nach eigens in Auftrag gegebenen Untersuchungen von diesem Vorwurf entlastet.
Wirecard hat nach neuerlichen Vorwürfen in der britischen Wirtschaftszeitung zu angeblichen Scheinbuchungen bei Töchtern in Dubai und Irland eine Sonderprüfung der Bilanzen eingeleitet, neben dem regulären Wirtschaftsprüfer EY durchleuchten nun auch die Spezialisten von KPMG die Bücher des Unternehmens. Laut Finanzchef Alexander von Knoop dauert die Sonderprüfung bis voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2020. Danach sollen die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht werden.
"Wir gehen davon aus, dass die erneute unabhängige Prüfung dazu führt, alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden", sagte Aufsichtsratschef Wulf Matthias dazu. Vorstandschef Markus Braun zeigte sich zuletzt überzeugt, dass durch die Untersuchung das Vertrauen in das Geschäft gestärkt werde. Schon jetzt könne Wirecard nach eigenen Untersuchungen sagen, dass alle in den Unternehmensberichten von 2016 bis 2018 verbuchten Kundenbeziehungen und die Umsatzerfassung korrekt seien, sagte er vor zwei Wochen bei der Vorlage von Quartalszahlen.

Wirecard-Aktien brechen ein

Der Kurs von Wirecard steht am Mittwoch im XETRA-Handel aktuell 5,03 Prozent tiefer bei 115,15 Euro.
Die Tochter in Singapur sei eine kleine Einheit und die mit ihrer Bilanzierung erhobenen Vorwürfe seien altbekannt, sagte ein Händler in einer ersten Reaktion. Der Bericht könne jedoch erneut Bedenken um die Transparenz des Unternehmens aufkommen lassen.

DÜSSELDORF (dpa-AFX)
Wirecard AG 115,15 E -5,1%
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joni
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door joni »

De beerput, blijft open....of elke dag een nieuwe ? :roll:

https://finance.yahoo.com/m/89e45f69-48 ... ed-in.html
sjos liked last!
WB: “Rule No. 1: Never lose money. Rule No. 2: Don't forget rule No. 1”

sjos
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door sjos »

De aanhouder wint ??
Financial Times und kein Ende: Wirecard erneut im Visier der Finanzzeitung - Wirecard-Aktie gibt nach
Die britische Zeitung "Financial Times" hat am Donnerstag mit einem weiteren kritischen Wirecard-Bericht nachgelegt, dabei aber lediglich Altbekanntes aufgewärmt. Dieses Mal im Visier: Indien.
Mit einem erneuten Artikel über den deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard hat die "Financial Times" am Donnerstag für Druck auf die Aktie des DAX-Konzerns gesorgt. Die Titel von Wirecard gaben im frühen XETRA-Handel auf bis zu 104,30 Euro nach. Zuletzt standen die Aktien noch 1,32 Prozent im Minus.
Im Fokus des Berichtes, der einmal mehr von FT-Autor Dan McCrum veröffentlicht wurde, nimmt sich die Finanzzeitung die Indien-Expansion von Wirecard vor. Konkret geht es um die 2015 erfolgte Übernahme des indischen Unternehmen Hermes i Ticket und GI Technologies.
Der Vorwurf des Blattes: Wirecard betreibe "Roundtripping". Der Konzern habe Umsätze und Gewinne gefälscht, indem Geld an einen Mittelsmann überwiesen wurde, der für dieses Geld Waren und Dienstleistungen bei dem Absender des Geldes erworben und damit einen echten Handel vorgetauscht habe. Konkret wirft die Wirtschaftszeitung die Frage auf, warum Wirecard im Jahr 2015 die beiden indischen Gesellschaften vom Emerging Markets Investment Fund 1A mit Sitz auf Mauritius für 300 Millionen Euro erworben hat - nachdem der bisherige Eigentümer nur wenige Wochen zuvor lediglich 37 Millionen Euro für den Erwerb auf den Tisch gelegt hatte. "Warum hat sich das deutsche Unternehmen bereit erklärt, nur wenige Wochen nach dem Eigentümerwechsel für 37 Millionen Euro 300 Millionen Euro für ein indisches Unternehmen zu zahlen?", fragt die Zeitung.
Vorwürfe nicht neu
Die Akquisition habe einem Mittelsmann aus Mauritius enorme Gewinne eingebracht und werfe insbesondere bei Leerverkäufern die Frage auf, ob es hier zu einem riesigen Betrug gekommen sei, um die Umsätze und Gewinne von Wirecard künstlich in die Höhe zu treiben.
Die Vorwürfe sind nicht neu, die Tatsache, dass sich der Wert der übernommenen Firmen zwischen den beiden nur Wochen auseinander liegenden Übernahmen verachtfacht haben soll und insbesondere die Tatsache, dass die Beteiligungen in den Folgejahren kaum Gewinne abwarfen, rief schon zuvor Kritiker auf den Plan. Die Übernahme in Indien ist bereits jetzt ein Fall für ein britisches Gericht, das sich mit der Angelegenheit beschäftigt.
bron: https://www.finanzen.net/nachricht/akti ... ch-8340094

Koersreaktie is lauw: 104,15 EUR -2,34%
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sjos
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Lid geworden op: 20 jan 2012 11:51
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door sjos »

Wohl kaum ein DAX-Unternehmen stand 2019 so sehr unter Beobachtung wie Wirecard. Betrugsvorwürfe und Leerverkäufe setzten die Aktie unter Druck und sorgten für kräftige Ausschläge an der Börse - zum Leid der Anleger meist nach unten. Wird sich die Achterbahnfahrt auch 2020 fortsetzen?
Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Während das Papier 2018 mit einem Plus von knapp 43 Prozent noch der Performancesieger im DAX war, konnte es 2019 einen anderen, nicht ganz so positiven Titel einfahren: Mit einer Volatilität von rund 67 Prozent war die Wirecard-Aktie mit großem Abstand der schwankungsreichste Titel im deutschen Leitindex - und damit auch der risikoreichste für eine Investition. Selbst die Papiere der Deutschen Bank, die 2019 ebenfalls eine Achterbahnfahrt hinter sich haben und damit bei den schwankungsreichsten DAX-Werten auf Platz zwei landeten, weisen im Jahresrückblick "nur" eine Volatilität von rund 38 Prozent auf.
Doch die Wirecard-Aktie musste nicht nur starke Ausschläge hinnehmen, sie kam im Jahresverlauf auch kräftig unter die Räder. Verglichen mit dem Kurs vom Jahresstart lag das Minus zuletzt zwar nur noch bei rund elf Prozent. Ausgehend vom Jahreshoch, das am 25. Januar bei 170,70 Euro markiert wurde, beträgt der Abschlag zum aktuellen Kurs allerdings fast 40 Prozent. Da es sich jedoch um die "volatilste DAX-Aktie des Jahres" handelt, ging es zwischenzeitlich natürlich noch tiefer nach unten: Das Jahrestief wurde am 8. Februar bei 86,00 Euro markiert. Dieser Kurs lag rund 50 Prozent unter dem Jahreshoch, das nur etwa zwei Wochen zuvor erreicht worden war.
Vorwürfe der "Financial Times" und Shortseller setzten Wirecard zu
Ausgelöst wurden sowohl der gewaltige Kursrutsch zu Jahresbeginn als auch die Kursachterbahn im weiteren Verlauf hauptsächlich durch Berichte der "Financial Times", die den Konzern beschuldigte, es sei zu Rechnungsfälschungen und Bilanzierungstricks gekommen. Darüber hinaus wurde die Aktie gleichzeitig von Leerverkäufern attackiert.
Die Wirtschaftszeitung berichtete erstmals Anfang des Jahres 2019 über angebliche Unregelmäßigkeiten und Scheinbuchungen bei einer Singapur-Tochter von Wirecard. Der Aktienkurs des Unternehmens aus Aschheim bei München brach daraufhin um rund die Hälfte ein, obwohl die Singapur-Tochter nur einen kleinen Bruchteil der Wirecard-Bilanz ausmacht und der Zahlungsabwickler systematische Falschbuchungen und Betrug bestritt - was eine externe Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei später bestätigte. Bei Anlegern war jedoch offenbar Skepsis geweckt, denn ähnliche Vorwürfe gegen Wirecard gab es seit 2008 immer wieder. Daneben wurden auch Shortseller aktiv und trieben das Papier weiter in den Keller, so dass die BaFin Leerverkäufe der Wirecard-Aktie zeitweise untersagte. Die Staatsanwaltschaft München leitete zudem Ermittlungen gegen den zuständigen Journalisten der "Financial Times" ein. Dieser soll womöglich "Aktienkaufinteressenten" über den bevorstehenden Bericht informiert und ihnen so einen Vorteil verschafft haben
Im Oktober legte die "Financial Times" noch einmal nach, berichtete über Scheinbuchungen bei den Wirecard-Töchtern in Dubai und Irland und sorgte damit erneut für einen Kursrutsch. Der DAX-Konzern reagierte und beauftragte die Wirtschaftsprüfer von KPMG mit einer Sonderprüfung der Bilanzen, die jedoch noch bis ins erste Quartal 2020 andauern dürfte. "Wir gehen davon aus, dass die erneute unabhängige Prüfung dazu führt, alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden", zeigte sich Aufsichtsratschef Wulf Matthias optimistisch. Die Ergebnisse sollen nach Abschluss der Prüfung öffentlich gemacht werden.
Doch nicht nur über Konzerntöchter geriet Wirecard 2019 ins Visier der "Financial Times" - auch Geschäftspartner lieferten dem Blatt eine Angriffsfläche. Denn der Zahlungsdienstleister arbeitet mit unzähligen Drittanbietern zusammen, dem er Kunden vermittelt und dafür Provisionen einstreicht. Einem dieser Drittanbieter, dem Wirecard-Partner ConePay, warf die Wirtschaftszeitung im März fragwürdiges Geschäftsgebaren vor. ConePay soll dem Unternehmen aus Aschheim Provisionseinnahmen in Millionenhöhe beschert haben, jedoch soll es Wirecard über Jahre nicht gelungen sein, Gelder von den Konten von ConePay einzuziehen. Die "Financial Times" äußerte aufgrund dieser Schulden daher Zweifel an den tatsächlichen Umsätzen und Gewinnen von Wirecard, die den Geschäften mit solchen Drittanbietern zugeschrieben werden. Der Konzern warf der Zeitung zwar vor, falsch zu zitieren und "Tatsache und Fiktion weiter zu verzerren", die Aktie ging jedoch trotzdem in die Knie.
Und auch aus weiteren Richtungen kam 2019 Gegenwind für den DAX-Konzern. Ende 2019 berichtete auch das "Handelsblatt" über Probleme bei der Singapur-Tochter, da diese für das Jahr 2017 kein eigenes Testat von Wirtschaftsprüfern erhalten habe. Wirecard erklärte dies damit, dass aufgrund der aktuellen Ermittlungen nicht alle benötigten Dokumente für die Prüfer zugänglich waren. Die Aktie reagierte dennoch erneut mit Abgaben.
Daneben sorgte ein Bußgeld in Höhe von 1,52 Millionen Euro, das die BaFin gegen das Unternehmen verhängte, im Herbst für ein kleines Minus. Die Behörde hatte in Zusammenhang mit dem Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 Formfehler gefunden. Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass 2019 nicht das Jahr von Wirecard war. Doch wird es 2020 besser werden?
Werden die Vorwürfe 2020 endlich abgehakt?

Mit Blick auf die vorgebrachten Anschuldigungen und die tatsächlich eingeräumten kleinen Fehler wundert es nicht, dass Experten mehr Transparenz von Wirecard fordern. Harald Schnitzer von der DZ-Bank wünscht sich beispielsweise bessere Rechnungslegungsstandards, durch die mehr Klarheit und Glaubwürdigkeit geschaffen werde. Tatsächlich dürfte es eine der wichtigsten Aufgaben des Unternehmens im Jahr 2020 sein, die teilweise verlorengegangene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen - und dabei werden wohl vor allem die Ergebnisse der Sonderprüfung durch KPMG im Fokus stehen, die gegen Ende des ersten Quartals vorliegen dürften.
Sollten sich die Vorwürfe der "Financial Times" gegen Wirecard in vollem Umfang bestätigen - oder die Prüfung sogar weitere Ungereimtheiten ans Licht bringen - wäre das wohl erneut ein schwerer Schlag für die Wirecard-Aktie. Das Unternehmen zeigt sich jedoch in Bezug auf die Sonderprüfung äußerst zuversichtlich: CEO Markus Braun glaubt, dass durch die Untersuchung das Vertrauen in das Geschäft von Wirecard gestärkt werde und rechnet sich sogar besondere Chancen für den Konzern in 2020 aus. Aufsichtsratschef Wulf Matthias geht zumindest davon aus, dass im Anschluss alle weiteren Spekulationen endgültig beendet sein werden.
Die Experten schließen sich jedoch nicht alle dieser Ansicht an. Die Bayerische Landesbank erwartet laut "Börse online", dass es mit Vorwürfen, Kurseinbruch und Verteidigung durch Wirecard weitergehen wird wie bisher, da noch Zweifel bei den Anlegern bestünden. Auch die Citigroup-Analysten sehen weitere Risiken, da die Behörden in Singapur die Untersuchungen auf die Geschäfte in Asien-Pazifik ausgedehnt hätten. Hingegen geben sich die Experten der DZ-Bank zuversichtlich und sprechen davon, dass die Vorwürfe bislang widerlegt worden seien und Wirecard die Kontrollmechanismen massiv ausgebaut habe. Auch Analyst Mirko Maier von der LBBW stellt laut "Börse online" heraus, dass die Wirtschaftsprüfer von EY, die regulär für die Prüfung der Wirecard-Bilanzen zuständig sind, bereits ein uneingeschränktes Testat geliefert haben, das den Anschuldigen der "Financial Times" entgegenstehe.
Tatsächliches Geschäft dürfte wieder in den Fokus rücken

Wenn das Ergebnis der Sonderprüfung vorliegt und tatsächlich keine schwerwiegenden Verstöße von Wirecard festgestellt werden konnten, dürften Anleger sich 2020 voraussichtlich wieder mehr auf die Geschäftszahlen des Aschheimer Konzerns konzentrieren - und die sehen sehr vielversprechend aus. Bereits 2019 konnte das Unternehmen gute Zahlen vorweisen, die von den Anlegern aber kaum quittiert wurden. So hat Wirecard im dritten Quartal 2019 ein EBITDA in Höhe von 211,1 Millionen Euro erzielt. Das entsprach einem Plus von 42,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein um 57,2 Prozent höherer Gewinn von 149,2 Millionen Euro stehen.
Auch für 2020 ist das Unternehmen zuversichtlich und prognostiziert ein kräftiges Gewinnwachstum. So soll das EBITDA im kommenden Jahr im Bereich zwischen einer Milliarde Euro und 1,12 Milliarden Euro liegen. Verglichen mit den Prognosen für 2019 wäre dies ein Zuwachs von etwa einem Drittel - sofern jeweils das obere Ende der angegebenen Spanne erreicht wird. Da Wirecard aber in der Vergangenheit seine Prognosen im Jahresverlauf immer wieder angehoben hat und CEO Markus Braun auch das Ziel für 2020 als "vorsichtig und konservativ" bezeichnete, ist das wohl nicht unwahrscheinlich.
Tatsächlich erwartet der Wirecard-Chef sogar ein "herausragendes" Jahr 2020, wie er im November via Twitter verkündete. In seinem Tweet gab sich Markus Braun euphorisch: "Mit dem Markteintritt in China und rekordhohen Verkaufserlösen auf allen Kontinenten erwartet Wirecard ein großartiges Weihnachtsgeschäft und ein herausragendes 2020".
Vor allem der Markteintritt in China, den das Unternehmen durch eine Übernahme des Zahlungsabwicklers Allscore Payment mit Sitz in Peking geschafft hat, dürfte sich in Zukunft als lukrativ erweisen, denn der chinesische Markt ist riesig und digitale Bezahlmethoden haben sich dort - beispielsweise mit der Alibaba-Tochter Alipay - längst durchgesetzt. Zu der Übernahme von Allscore gesellen sich außerdem noch weitere Kooperationen mit chinesischen Partnern, etwa dem Kreditkartenanbieter Unionpay. Doch auch andernorts hat Wirecard 2019 zahlreiche neue Partnerschaften an Land gezogen und Kunden gewonnen, so übernimmt der Konzern zukünftig etwa einen Teil der Kartenzahlungen in deutschen Aldi-Filialen. Diese Erfolge scheinen 2019 jedoch im Fahrwasser der "Financial Times"-Anschuldigungen größtenteils untergegangen zu sein - zumindest am Aktienmarkt.
Sofern sich keine neuen Skandale anbahnen, dürften Anleger allerdings im kommenden Jahr wieder mehr auf die Geschäftszahlen und Kooperationen blicken, die sich dann auch in der Bilanz niederschlagen werden. Sollte Wirecard dann auch noch im gleichen Tempo neue Kooperationen ankündigen wie 2019, könnte es für die Aktie endlich wieder nach oben gehen. Dieser Meinung sind auch nahezu alle Analysten. Von 20 auf finanzen.net erfassten Analysehäusern, die die Wirecard-Aktie besprechen, geben 14 eine Kaufempfehlung und vier weitere raten dazu, das Papier zu halten. Nur zwei Analysten versehen die Aktie mit einem "Sell"-Rating. Auch die Kursziele der Experten dürften Anlegern einen Grund zur Hoffnung auf ein besseres 2020 liefern, denn diese sehen die Wirecard-Aktie im Schnitt bei 182 Euro und damit rund 50 Prozent über dem aktuellen Kursniveau.
Wirecard als Übernahmekandidat?

Tatsache bleibt jedoch: Trotz beeindruckenden Zahlen, zahlreichen neuen Partnerschaften und bislang größtenteils entkräfteten Vorwürfen hat Wirecard 2019 immens an Börsenwert verloren und ist aktuell noch knapp 15 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres waren es noch gut 21 Milliarden Euro. Die aktuell also vergleichsweise niedrige Bewertung könnte Übernahmeinteressenten auf den Plan rufen.
"Was mich [...] irritiert, ist, dass noch keine der Branchengrößen wie Apple oder Visa versucht hat, Wirecard zu kaufen", wunderte sich daher auch Fondsmanager Armin Zinser bereits im März im Interview mit "Euro am Sonntag". Tatsächlich könnte Wirecard als strategischer Zukauf für beide Konzerne interessant sein - und auch der Preis dürfte für sie wohl kein Problem darstellen. Doch auch direkte Konkurrenten könnten jetzt beim Zahlungsabwickler zugreifen. Das glaubt zumindest Harshita Rawatvon vom Analysehaus Bernstein. Sie nannte in einer Studie aus dem September unter anderem Wirecard als mögliches Übernahmeziel von PayPal, Ant Financial, Global Payments oder anderen Branchenkollegen. Bislang ist zwar noch kein möglicher Käufer in Erscheinung getreten, doch sollte es im kommenden Jahr tatsächlich zu einem Übernahmeversuch kommen, dürfte dies den Aktienkurs des DAX-Unternehmens wieder in die Höhe treiben. Es bleibt also auch 2020 spannend für die Anleger - und für Wirecard.

Redaktion finanzen.net

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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door Umi »

Welk is het risico voor Wirecard indien ze toch schuldig zijn?
Gezien het groeipotentieel, hoge marges, nettokas,... lijkt dit allemaal zéér koopwaardig, maar ik kan het risico nog steeds niet goed inschatten :think:
Wirecard AG's shares soared at market opening on Friday after the company said late Thursday that KPMG's probe into its activities in India, Singapore and its merchant cash advance division didn't find signs of tampering in its historic financial statements.

Wirecard's shares climbed as much as 29% at market opening before settling in the single-digit percentage range. At 0913 GMT, shares traded 9% higher at EUR93.58.

"This announcement is clearly positive for Wirecard as it should start to lift the doubts hanging over the accounting of the company," said David Vignon, analyst at European investment bank Bryan Garnier.

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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door NewB76 »

Wordt de kans nu niet kleiner ? KPMG zal haar doorlichting toch zeer waarschijnlijk zeer ernstig nemen ? Natuurlijk alles kan ?

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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door Zechs »

De laatste dagen was er opnieuw een stijging bij Wirecard. Vandaag komt er 7% bij en nu weten we waarom:

Bron: https://boerse.ard.de/aktien/wirecard-n ... ht100.html

Het is een vrij lang artikel in het Duits maar het komt op het volgende neer: volgende week maandag (27 april) zullen de resultaten bekend gemaakt worden van het onderzoek naar fraude door KPMG. KPMG kwam zelf met een voorlopig bericht dat er geen aanwijzingen zijn van manipulatie door Wirecard. Er zijn wel kleinere fouten zoals het niet volledig doen van compliance en interne processen die aangepast moesten worden. Op 30 april stelt het bedrijf ook zijn eerste kwartaalcijfers voor.
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Re: Wirecard (WDI)

Bericht door Zechs »

Intraday crash vandaag van Wirecard van 135 euro naar 116 euro. Volume was ook zeer hoog toen. Wat is hier aan de hand? Ik hoop echt niet dat er voorkennis is van bepaalde partijen (fondsen, insiders, hedge funds).
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